Schlechte Zeiten für Sozialbetrüger




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Schlechte Zeiten für Sozialbetrüger

Beitragvon Thomas » Mo 27. Jul 2020, 15:59

Letzte Woche wurde bekannt, dass alle Ausländer die sich ohne gültige Aufenthaltspapiere in Marokko befinden aber aufgrund der Corona-Sonderregelungen länger als drei Monate geduldet wurden, das Land bis zum 10. August verlassen haben müssen.
Ansonsten droht ein Verfahren wegen Verstoß gegen das Einwanderungsgesetz, Strafzahlung und Abschiebung.
Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und schlug (bei manchen) ein wie eine Bombe.
Betroffen sind nämlich nicht nur Touristen sondern auch zahlreiche Menschen (geschätzt im unteren dreistelligen Bereich), die mehr oder weniger in Marokko leben (oft schon seit Jahren) aber, aus den unterschiedlichsten Gründen, keine Aufenthaltsgenehmigung (carte je jour) beantragt oder erhalten haben.
Bei einigen dieser Menschen handelt es sich um Sozialbetrüger!
Sie haben ihren Wohnsitz in ihrem europ. Heimatland angemeldet gelassen, kassieren von dort Monat für Monat Sozialleistungen (Hartz4, Kindergeld, ect.) und leben davon hier scheinbar unbekümmert.
Finanzieren müssen ihnen dieses Leben die arbeitenden und rechtmäßig steuerzahlenden Landsleute in der Heimat.
Es ist nicht damit zu rechnen, dass damit jetzt ganz Schluss sein wird zumindest wird es aber zu einer Unterbrechung (nicht mit dem Erhalt der Sozialleistungen aber mit dem Leben unter der Sonne und Palmen) auf unbestimmte Zeit kommen.
Denn: bis zum 10. August müssen alle ausgereist sein und es ist völlig offen wann eine Wiedereinreise möglich sein wird.
Wer glaubt noch schnell eine carte je jour beantragen und somit der Zwangsausreise entgehen zu können hat nur ein Problem gelöst, nämlich das mit der Ausreise.
Es entsteht ihm aber ein neues Problem, nämlich das mit der Finanzierung seines Lebens in Marokko: Wer nämlich stolzer Besitzer einer c.s.j. ist muss seinen Lebensmittelpunkt auch tatsächlich in Marokko haben, d.h., mind. sechs Monate plus einen Tag im Kalenderjahr hier leben und wer seinen Lebensmittelpunkt in Marokko hat, der hat keine Ansprüche auf Sozialleistungen in seinem Heimatland.
In den vergangenen Jahren kam es häufiger zu Prüfungen und Rückzahlungsbescheiden, was manch einen in den finanziellen und lebensstandartmäßigen Ruin brachte.
Beste Grüße,

Thomas

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Thomas
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von Anzeige » Mo 27. Jul 2020, 15:59

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Re: Schlechte Zeiten für Sozialbetrüger

Beitragvon Wolfgang » Di 28. Jul 2020, 06:50

Ich beobachte schon seit einigen Jahren, dass genau diese Sozialschmarotzer im Krankheitsfall ganz schnell wieder in Deutschland sind und dort das Sozialsystem nutzen. Auf einmal ist die sonst so verachtete deutsche Welt wieder gut genug für diese Typen. Lustigerweise erscheinen diese Menschen oft als obercool und manch einer schaut, wenn er sie im Urlaub trifft, sehnsüchtig zu ihnen auf. Derjenige vergisst aber, dass er jeden Morgen aufsteht und zur Arbeit geht, damit diese Leute liegen bleiben können.

Unser Sozialsystem wird auch diese Schmarotzer verkraften....
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! ;)

Viele Grüße
Wolfgang
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