Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln




Moderator: Thomas

Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln

Beitragvon conrad163 » Mo 7. Nov 2011, 13:15

Hallo, ein Alter - Neuer meldet sich wieder

Ich habe längere Zeit nicht im Forum gelesen, habe mich am Schwarzen Meer umgesehen. War 2007 das letzte mal in Marokko. Als ich jetzt wierder ins Saharaforum wollte mußte ich mich wieder neu Registrieren weil meine Daten nicht mehr angenommen wurden.
Mich interessiert jetzt ob es eine Fährverbindung zwischen den Kanarischen Inseln und Marokko, hin und zurück, gibt, die auch Wohnmobile Transportieren.

Mit freundlichen Grüßen
conrad
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von Anzeige » Mo 7. Nov 2011, 13:15

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Re: Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln

Beitragvon Wolfi » Mo 7. Nov 2011, 16:11

Hallo Conrad,

willkommen zurück. Alle müssen sich neu registrieren, da dies ein neues Forum ist.
Es gab mal kurzzeitig eine Fähre von Tarfaya zu den kanarischen Inseln, aber nachdem diese verunglückte wurde die Verbindung nicht mehr aufgenommen.
Wolfi
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Re: Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln

Beitragvon Thomas » Mo 7. Nov 2011, 19:52

Hallo Conrad,

schön dass Du wieder zu uns gefunden hast!
Auch mir ist nichts bekannt über eine bestehende Fährverbindung.
Einige Informationen über die alte Verbindung bzw. den Untergang der Fähre findest Du hier:

http://www.wuestenschiff.de/phpbb/viewtopic.php?t=40700
Beste Grüße,

Thomas

Weitere Informationen über meine Aktivitäten:
http://lmgtfy.com/?q=thomas+friedrich+marokko
Thomas
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Re: Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln

Beitragvon tarfaya » Di 8. Nov 2011, 00:11

Seelenverkäufer ASSALAMA – eine unglückseelige Geschichte! Liest sich wie ein spannender Kriminalroman..........

Die Faehre ASSALAMA der Naviera Armas (dem Hauptreeder der Kanaren) wurde vor 42 Jahren in Finnland gebaut und kam 1975, vereits betagt, in unsere suedlichen Gewaesser. 1999 wurde sie von Naviera Armas erworben und 2007 wurde sie umgetauft und nach Panama ausgeflaggt, umeine rechtsfreie Zone fuer die neu eroeffnete Linie Fuerteventura (Kanaren) – Tarfaya (Marokko) zu schaffen. Prompt ist die Faehre nach nur 3 Monaten Betriebszeit untergegangen.
Unsere Recherchen haben ergeben, dass diese Faehre bereits eine bewegte Geschichte voller Ungluecke hinter sich haben, die eine frappierende Aehnlichkeit mit dem Unglueck in Tarfaya aufweisen.

Bei der Kollision am 28.Nov.1968 war die Faehre erst ein Jahr in Betrieb, es entstand eine schwere Havarie durch den Zusammenstoss mit der Faehre Ilmatar beim Rangieren in der Nähe des Hafens von Langner. Die Faehre musste grad wieder ueberholt werden.
Am 22. August 1972 erlitt sie einen weiteren schweren Unfall, in den Gewässern von Langnäs kollidierte sie wiederum mit dem Schiff Tre Masar (unter gleicher Flagge).

Am 22. März 1975 wurde die Bothnia-Fähre wurde von einem Preis von 22.385.000 Gulden von Transmediteranea gekauft:
Am 9. Juni 1975 sollte sie in See zu stechen, um nach Cadiz (S-Spanien) ueberfuehrt zu werden, aber nur zwei Tage später, als sie in den Ostsee-Kanal bei Kiel einlief, wurde sie wegen falschem Manoevrieren vom seinerseits korrekt fahrenden isländischen Handelsschiff Hvalvik seitlich gerammt und sah sich genoetigt, wieder Kiel geholt zu werden, wo die schweren Schaeden in der Werft repariert werden mussten.

•In der Zeit zwischen Dezember 1975 und Januar 1976 nahm die Fähre unter dem Namen Ciutad de La Laguna an der der gloriosen Evakuation der Spanier im Sahara-Krieg teil. Sie machte fünf Reisen nach Villa Cisneros , um Personal und Ausrüstung zu evakuieren.Ebenfalls heroisch war ihr Auftreten, als Sie ein Tag nach dem tragischen Zusammenstoss der beiden “Jumbo”Flugzeuge der KLM und Pan Am auf dem Flughafen von Los Rodeos, am 28. März 1977, während elf Tage vier mal pro Tag auslief, um die Kommunikation zwischen den zwei kanarische Hauptstädten zu pflegen.
•2002 Bureau Veritas verweigert die weitere Zertifizierung des baufaelligen Kahns wegen ihres nicht mehr zu verantwortenden Zustandes. Seither ist das Schiff nicht mehr von einer serioesen Zertifizierungsstelle zertifiziert und faehrt unbehelligt von den kanarischen Kontrollinstanzen in kanarischen Gewaessern tausende von Passagiere (feucht-)froehlich uebers Meer…
•Juni 2004 uebernimmt Naviera Armas die Linie Los Cristianos-El Hierro. Bereits die ersten Anfaenge waren von Ungluecken gepraegt: Eine Serie von Havarien mit dem jetzt auf den Namen Volcan de Tenagua umgetauften Faehre (vorher Ciutad de La Laguna, danach Assalama..) belasteten das Image der Kompanie Naviera Armas. Als Gipfel schliesslich der Ungluecksserien war auch noch dessen Ersatzschiff Volcan de Tacande, das fuer die reparaturbeduerftige Volcan de Tenagua/Assalama einspringen musste, auch noch ein desastroeses Unglueck verwickelt:Am 30.Januar 2005, kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Los Cristiano, erlitt die Volcan de Tacande einen schweren Unfall, als sie auf Grund lief (ein Umstand, der genau gleich auch in Tarfaya zum Untergang fuehrte..!!!) und der Maschinenraum ueberflutet wurde, wobei sich Explosionen im Maschinenraum ereigneten.
Die Marina Mercante (Oberaufsicht in Seeverkehr) musste eine Untersuchung anordnen. (dort schon, aber in unserem Fall nicht, dagegen hat sich Armas mit Billigflaggenstaat und Korruption etc abgesichert…!). Der Untersuchungsbericht ist oeffentlich zugaenglich, wie es das Gesetz auch verlangt.
Nach diesem schweren Unfall wurde die Volcan de Tacande als Schrott verkauft und in Aliaga (Tuerkei) zerlegt (was auch ein ganzes Thema ist, die miserablen sozialen und gesundheitlichen Bedingungen dieser Arbeiter, plus die Umweltschaeden…)
•damals noch als Volcan de Tenagua (also noch bevor sie umgetauft wurde auf Assalama) kreuzte sie in den Gewaesssern von Tenerife als Kreuzfahrtschiff und warb fuer Wahlstimmen fuer die ATI-CC (Coalicion Canaria) in den Wahlen von 2003/2004, indem sie Kreti und Pleti einlud, es zu besteigen und mit Stimmenfang und Gratisessen beworben zu werden. Es scheint, dass mit dem Essen auch die Augen verklebt wurden…
•ADAC Faehrentest 2005: schlechtestes Abschneiden unter den europ.Faehren (zus.mit einem Griechen, der zwischenzeitlich -glaube ich- auch abgesoffen ist…
Note: Mangelhaft (5, Skala von 1 bis 6)
•19.12.2005 werden bei einer ueblichen technischen Untersuchung 14 Maengel festgestellt, was aber ohne Folgen bleibt, es wird kein Arrest verordnet. Interessanterweise sind die Maengel nie behoben worden.
•15.Juli 2006: erste Probefahrt nach Tarfaya / 29.Okt 2006 2.Probelauf.
•Juni 2007 wird die Faehre ausgeflaggt unter den Billigflaggenstaat Panama, obwohl erst grad mit viel Ach und Krach ein neues Register nur fuer die Kanaren eroeffnet wurde. Ein sehr ehrgeiziges Projekt, in dem alle spanischen Schiffe registiert sind. Es wurde viel dafuer gekaempft, es bietet viele Vorteile fuer die Kanaren. Aber ausgerechnet der Hauptreeder Anntonio Armas flaggt 2 seiner Schiffe aus, die Assalama und die Tahiche (Roro, nur Fracht), beide in schlechtestem Zustand. Es sind die einzigen Boote von Armas, die unter fremdem Register fahren. Der einzige Vorteil, den er davon hat, ist der rechtsfreie Raum, der sich ihm dadurch eroeffnet, sowohl was die Untersuchung von Unfaellen anbelangt, wie auch die Moeglichkeit, die schon bereits schmalen sozialen Rechte der Billigarbeiter, die aus Entwicklungslaendern rekrutiert werden, zusaetzlich zu unterlaufen. Die Ein Grossteil der Unfaelle oder mangelhaften Schiffe faehren unter dem Billigflaggenstaat Panama…

•Nach dem Untergang der Faehre Assalama laesst Antonio Armas in der Presse verkuenden: ” Trotz Ausflaggung bleibt das Schiff unter spanischer Rechtssprechung und strenger Beobachtung und Auflagen der Marina Mercante.” (uebers. P.Toth).
•Gleichzeitig aber verneinen die Marine Mercante , die Portuaria (Hafenpolizei, zustaendig fuer Untesuchungen), und das Transport-Ministerium als Aufsichtsbehoerde ihre Kompetenz (!), den Unfall zu untersuchen. Wenigstens die Vereinigung der Offiziere der Marine Mercante (in Teilen…) bittet zumindest in einem kraftlosen Schreiben an die Regierung, dass der Vorfall untersucht werden muesste, was aber weder weiterverfolgt wird noch beantwortet wird.
•Panama und Marokko schweigen sich aus zum Thema. Keine Information sickert nach aussen, nicht ein Brief wurde beantwortet, auch nicht auf Intervention des dt und frz. Konsuls in den jeweiligen Laendern. Unzaehlige Anfragen aus unseren Reihen der Schiffbrüchigen verloren sich im buerokratisichen Nirgendwo. Sie ignorieren die (Grund-)Rechte der Passagiere.
•Dagegen gibt es ein Decreto Real, ein koenigliches Dekret, das Spanien und die Kanren zu einer oeffentlich zugaenglichen Untersuchung verpflichten wuerde, ebenfalls die internationale Seerechtsgesetzgebung sieht eine Untersuchung durch die spanischen Behoerden vor. (Paris MOU, IMO, europ. Konventionen, etc. Siehe separaten Link zu internationalem Seerecht auf dieser Webseite, wo die entpsrehcenden Gesetzestexte versammelt zur Vefuegung stehen.).

•Juli 2007, also grad nach dessen Ausflaggung, wurde das Schiff fuer 3 Monate in Las Palmas de Gran Canarias arrestiert !! (24.7. -25.10.07). Es wurden 9 schwere Maengel und 24 mittlere Vergehen gegen Sicherheitsstandards etc festgestellt. Jeder schwere Mangel fuer sich kann zu einem Arrest fuehren. Offensichtlich waren die Behoerden nun doch nicht mehr bereit, die beruechtigten autokratischen Kapriolen von Antonio Armas mitzutragen, wie er die Gesetze ausspielen wollte.Es gab viel Druck, die Faehrlinie endlich zu eroeffnen, es wurde schon eine Verzoegerung von ueber 2 Jahren beklagt. Das ehrgeizige Projekt ist fuer die kanarische Wirtschaft von vitalem Interesse und war 2 Jahre lang sehr praesent in den ganzen Medien…(umso unverstaendlicher ist es, dass die Faehre dann nach 3 Monaten sang- und klanglos untergehen konnte, ohne dass es einen Aufschrei gegeben haette in den Medien…!!!)Waehrend dem Faehrunglueck waren wir als Passagiere zeugen, wie die Maengel nicht behoben waren und weiterhin vorhanden waren (zBsp keinen intakten Rettungsboote, und vieles mehr… -Siehe dazu die Berichte der Passagiere, insbes. “Peter und Judith”). Die Maengel wurden also nie behoben. Trotzdem wurde nach 3 Monaten der Arrest aufgehoben…!Warum haben die Portuaria, die spanische und kanarische Regierung, das Transportministerium, die Marine Mercante die Faehre trotzdem auslaufen lassen und den Arrest aufgehoben, obwohl die schweren Maengel (“deficiencias graves”) offensichtlich weiterbestanden und nie behoben wurden?!Weder die Hafenautoritaeten noch die Regierung haben die noetigen Schritte unternommen, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

•Um den Hafen von Tarfaya ueberhaupt fuer Schiffe groesser als die ueblichen Holzschaluppen der Fischer befahrbar zu machen, wurde die aus den Kanaren hervorgegangene kanar.-marokkanische JoinventureGruppe Tarima Maroc gegruendet, die prombt 5 mio Euro Subvenionen kassierte (von der EU, Spanien, Kanaren, Marokko), aber den Hafen nicht befahrbar (!) der Linie ueberliess: die Schiffstechniker betonten, dass im Hafenbecken ein Fels haette gesprengt werden muessen, wenn eine Faehre wie Assalama anlegen koennen soll. In diesen Felsen sind wir gefahren….Tarima Maroc als Verantwortliche fuer den Umbau verschwanden nach dem Unfall von der Bildflaeche fuer 2 Jahre, hat sich im Nichts aufgeloest.Das Transport-Ministerium hat ihre Verpflichtung (durch das Real Decreto…) nicht wahrgenommen, die Einhaltung minimaler Sicherheitsstandards bei der Einweihung einer neuen Linie zu kontrollieren. Es scheint, dass die Bewilligung fuer die Faehrlinie an Antonio Armas ohne jede Kontrolle der Sicherheit der Faehre und der Eignung des Hafens gewaehrt wurde!
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Re: Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln

Beitragvon Wolfi » Fr 18. Nov 2011, 12:43

Nur zum Verständnis, der Autor gehört zu den Leidtragenden des Untergangs.
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Re: Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln

Beitragvon Bjarne » Fr 18. Nov 2011, 18:05

Was da manchmal rum fährt, geht wirklich gar nicht. Bin bis jetzt 2 mal mit Acciona und 1 mal mit Comarit gefahren. Was die Sicherheit an geht, war Acciona purer Luxus gegenüber Comarit. Aber trotzdem nicht perfekt. Allerdings haben die Arbeiter an der Comarit Fähre immerhin irgendwas instand gehalten. Sie schweißten zumindest gerade irgend etwas von innen gegen die Außenwand, als wir auf die Fähre fuhren. Aber sehr Vertrauen erweckend war das nicht gerade. Allerdings ist Comarit in Sachen Sicherheit wiederum purer Luxus, wenn man einmal mit einer der Fähren über den Gambia River gefahren ist. Das war eine offene Autofähre, wo die Autos so eng an einander geparkt waren, dass man die Tür nicht öffnen konnte. Außerdem waren alle verfügbaren freien Flächen entweder mit Menschen, Tieren oder Nahrungsmitteln zugestellt. Meiner Meinung nach war die Fähre damit total überladen. Auch wenn River jetzt nicht so tragisch klingen mag, dass ist die Mündung, da fährt man schon so 45 Minuten, nur mal so zur besseren Einschätzung.

Alles in allem würde ich es trotzdem wieder machen. Was solls, "Thats Africa". ;) Aber andererseits bin ich auch froh das es hier so was wie TÜV gibt, auch wenn viele immer darüber meckern. Man kann nur hoffen das es besser wird.
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Re: Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln

Beitragvon Bärbel » Fr 18. Nov 2011, 18:56

Hallo Conrad,

die Fährverbindung Kanarische Inseln - Marokko führt leider über Spanien.

Gruß, Bärbel
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Re: Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln

Beitragvon tarfaya » So 31. Aug 2014, 15:24

Fred. Olsen will Fährverbindung zwischen Fuerteventura und Marokko einrichten

Schon seit vielen Jahren sorgt die Reederei Fred. Olsen auf den Kanaren mit ihren Fähren dafür, dass Personen, Autos und Waren zwischen den Inseln zuverlässig hin und her transportiert werden. Jetzt will das Unternehmen auch eine Verbindung zu den Nachbarn auf dem afrikanischen Kontinent einrichten. Mit diesem Plan wandte sich die Reederei anlässlich eines Besuches von kanarischen Geschäftsleuten in der marokkanischen Hauptstadt Casablanca an die dort zuständigen Behörden, wo der Vorschlag mit großem Interesse aufgenommen wurde.

Erster Anlauf scheiterte 2008 nach dem Untergang der Fähre:
Schon einmal hatte es eine Fährverbindung zwischen Puerto del Rosario auf Fuerteventura und Tarfaya an der marokkanischen Atlantikküste gegeben. Zwischen Oktober 2007 und April 2008 hatte die Reederei Naviera Armas diese Strecke drei Mal pro Woche mit ihrem Schiff Assalama bedient und während dieser Zeit etwa 8.000 Menschen und 4.000 Fahrzeuge zwischen der Insel und dem Kontinent befördert. Offizieller Warenverkehr fand damals nicht statt, da es im Hafen von Puerto del Rosario keine entsprechende Zollstation gab. Das jähe Ende dieser Verbindung kam Ende April 2008 nach einem missglückten Anlegemanöver im Hafen der kleinen Stadt, die nahe der Grenze zur Westsahara liegt. Die Assalama schlug bei diesem Manöver zunächst leck und versank dann später in den recht flachen Gewässern vor Tarfaya.

Jetzt also will Fred. Olsen einen Versuch starten, diese attraktive Linie in seinen Fahrplan aufzunehmen. Die zirka 95 Kilometer lange Strecke zwischen dem östlichsten Hafen der Kanaren und dem am nächsten gelegenen Punkt auf dem marokkanischen Festland soll nach den Plänen der Reederei mit Schnellfähren bedient werden, die diese Strecke in 80 bis 90 Minuten bewältigen könnten.
Bereits seit einiger Zeit beabsichtigt die marokkanische Regierung, wieder eine entsprechende Fährverbindung zwischen den beiden Ländern einzurichten. Zunächst wurde versucht, nur Unternehmen damit zu beauftragen, die ausschließlich mit marokkanischem Kapital ausgestattet sind. Dies führte jedoch nicht zu dem gewünschten Erfolg, sodass man sich nun auch eine Reederei mit ausländischen Financiers vorstellen kann. Damit hat jetzt Fred. Olsen die berechtigte Hoffnung, seine Pläne zur weiteren Internationalisierung seiner Linien realisieren zu können.

Fährverbindung könnte wirtschaftlichen Aufschwung für die Region bedeuten!
Eine derartige Verbindung zwischen Puerto del Rosario und Tarfaya könnte ein wichtiger Impuls für die Wirtschaft der beiden Städte sein. Schon in der kurzen Zeit des ersten Anlaufs im Jahr 2007 erlebte Tarfaya durch den möglich gewordenen Autoverkehr zwischen dem Kontinent und den Kanarischen Inseln einen wirtschaftlicher Aufschwung, der jedoch nach der Einstellung der Fährverbindung schon bald wieder zum Erliegen kam. Umso größer könnten die kommerziellen Erfolge sein, wenn Fred. Olsen die Strecke mit seinen Fast Ferrys vielleicht sogar täglich bedienen würde. Ein Tagesausflug in das geheimnisvolle Nachbarland wäre für so manchen Touristen auf Fuerteventura sicherlich eine nette Abwechslung zum täglichen Strandbesuch, auch wenn sich die Sehenswürdigkeiten in Tarfaya derzeit noch in bescheidenen Grenzen halten. Ein besonderes Erlebnis sind aber in jedem Fall die gigantischen Sanddünen, die an diesem Teil der afrikanischen Küste zu bewundern sind. Außerdem ist die kleine Stadt ein bedeutender Ort für alle Fans des „kleinen Prinzen“. Sein Schöpfer, der Pilot und Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry, war hier in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stationiert. Zu seinen Ehren wurde am Strand der Stadt ein Denkmal errichtet. Dieses derzeit noch zugegebenermaßen recht bescheidene touristische Angebot würde sich aber sicher schnell erweitern, wenn eine entsprechende Nachfrage von Tagesbesuchern vorhanden wäre.

Noch jedoch ist das Projekt nicht in trockenen Tüchern. Sollten die weiteren Verhandlungen allerdings erfolgreich zu Ende gebracht werden, könnte Fred. Olsen in relativ kurzer Frist mit der Einrichtung der Fährverbindung beginnen.
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Re: Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln

Beitragvon Benty » So 31. Aug 2014, 21:17

Hallo,
ich kann mir echt nicht vorstellen, dass jemand als touristisches Highlight nach Tarfaya kommt - es sei denn er will einen Ausflug ins Nirwana buchen. Das ist doch der fadeste Teil von Marokko! Lg Benty
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Re: Fährverbindung Marokko Kanarische Inseln

Beitragvon joske » So 7. Sep 2014, 19:27

Hier liegt die ehemalige Fähre Tarfaya-Kanarische Inseln
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Grüssen von Jos
Kommt mal vorbei, dann trinken wir ein Bier zusammen
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