Langsam fuhren wir an dem Gebäude vorbei. Die Türe stand offen und ich bremste ab um vor die Einfahrt zu fahren.
Dort sahen wir Männer im Eingangsbereich stehen die mit langen, weißen Gewändern bekleidet waren. Wir rechneten damit weggeschickt zu werden und ich sagte zu meinem Beifahrer, dass ich mich dumm stellen wolle und so tun als hätte ich gedacht dass dies ein Hotel wäre.
Aber statt uns wegzuschicken winkten uns die Männer lachend näher: "Kommt rein, kommt!".
Da ging ich davon aus dass es ein neuer Touristenkomplex wäre in das man uns rein locken wolle.
So blieb ich neben den Männern stehen, die offensichtlich keine Marokkaner waren.
Ich fragte den ältesten Mann was das sei. "Ein Haus." war seine Antwort. "Is it your house", fragte ich "Yes" antwortete er.
Auf die Frage was sie denn hier so tun meinte er, dass sie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kämen und es hier in der Wüste bei Merzouga so schön wäre deswegen kämen sie alle zwei, drei Monate hierhin.
Er fragte wer ich sei und was ich hier machen würde.
Das fand er ganz toll und er kannte sogar den Kölner Stadtteil Rodenkirchen wo er als Kind einige male mit seinem Vater gewesen sei und er schwärmte von "the German Autobahn" die er später kennen und schätzen lernte.
Ich sollte doch meinen Wagen im Innenhof des Gebäudes abstellen, sagte er. Offensichtlich handelte es sich und "Edelleute". Er fragte mich nach meinem Namen, ich ihn nach seinem. Da dieser sehr lang wäre stellte er sich nur als Hamid vor.
Da kam auch schon ein weiß gekleideter Diener aus dem Gebäude welcher uns Tee auf einem Silbertablett verabreichte. Hamid kannte sogar Beni Tajjite. Von der Falkenjagd, wie er erklärte.
In einer Ecke des Innenhofes standen seine Fahrzeuge. Die meisten Modelle hatte ich nie zuvor gesehen. Von seinem Lieblingsfahrzeug habe ich ein Foto gemacht.
Wie sich später heraus stellte war Hamid ein Angehöriger der Familie des Emirs von Dubai.
Wir unterhielten uns noch etwas bevor ich weiter fuhr und ihm zusagte ihn einmal mit einer Probe der selbstgemachten Kamelwurst zu besuchen. Da freue er sich schon jetzt drauf ließ er verlauten und als wir aus der pompösen Ausfahrt fuhren schloss sich das große Holztor nachdem Hamid uns hinterher winkte.

Scheich Hamid´s Lieblingsauto


