Die Oase Tighmart bei Guelmim hat sich ganz schön gemacht. Früher fuhren Touristen kaum dorthin, und wenn, dann nur auf die alte Geschichte von dem Karawanenführer, der dort angeblich Station gemacht hat und bei dem man Mehl gegen alten Silberschmuck tauschen könnte. Heute in Zeiten des Internet und der schnellen Informationsverbreitung greifen solche Scams nicht mehr, aber ich weiß noch gut, wie in den 80ern viele darauf hineingefallen sind und die Oase irgendwie in Verruf geraten war.
Das ist heute lange vergessen. Die erste, die dort ein Gästehaus eröffnet hat, war die Französin Saliha, mit ihrem Maison Saharienne. Dann gab es noch zwei Campingmöglichkeiten, aber so richtig war das nichts. Das hat sich nun komplett geändert. Für Hotelreisende kann ich nun ganz sehr das Maison Nomades empfehlen, ein absolut liebenswertes Plätzchen unter der Leitung des netten Brahim, und es war total ausgebucht. Für Camper gibt es zwei Campingplätze, beide sehr schön, gut besucht, aber nicht überfüllt. Mir hat es bei Hassan besser gefallen, es ist dort eine sehr nette, herzliche Atmosphäre. Es standen zwar nur Franzosen dort, aber oft kommen Deutsche und Hassan spricht auch ein wenig Deutsch. Dieser Platz steht für mich an erster Stelle.
Als zweiter dann Fort Akabar. Hier ist besonders der Stromanschluss abenteuerlich, aber alle waren zufrieden und glücklich dort, auch hier gab es noch Lücken. Hier ist die Atmosphäre nicht so persönlich, so kann sich jeder das raussuchen, was er lieber hat. Beide Plätze haben übrigens keine öffentliche Genehmigung, was aber ganz offensichtlich niemanden stört.
Beide sind in meinem Campingführer.

